Hilft Hypnose bei ALS? Probandin 2

Amyotrophe Lateralsklerose - Dokumentation einer Hypnosetherapie
 
 

1 Stunde im Rollstuhl geschafft :-)

Kerrys 10. Hypnose.

 

Vor der Hypnose gab es positive und (gefühlt) negative Nachrichten. Die Positive war, dass Kerry es zuletzt eine volle Stunde im Rolli ausgehalten hatte. Bravo! Gefühlt negativ kam an, dass in Kürze ein Klinikaufenthalt ansteht, damit die Beatmung optimiert werden kann. Schon erstaunlich, wie sich manchmal alles so zusammenfügt, haben wir doch in der letzten Sitzung angefangen, gezielt an der Atmung zu arbeiten und uns ein Veto der Pfleger eingefangen. Nun kann Kerry in der Klinik erneut eine Entwöhnung angehen. Dennoch ist das Thema Klinik für Kerry keines, das sie jubeln lässt.

Schwerpunktmäßiger Inhalt der Sitzung war es also, Kerry die unguten Gefühle zu nehmen und sie mit einer gewissen Vorfreude auf den Aufenthalt und den damit verbundenen Chancen auszustatten.

Im Weiteren habe ich einen Dialog mit dem UB geführt. Kerrys Daumenzucken wird immer stärker, ist aber unkontrolliert. Während des Dialogs habe ich Kerrys Hand bewegt und das UB gefragt, ob es die Bewegungen spüren kann. Nach Bejahung bat ich das UB genau zu beobachten, auf welchen Wegen die Impulse bei ihm ankommen. Die bemerkten „Bahnen“ hat das UB dann mit Informationszellen durchforstet um zu sehen, ob denn Hindernisse in diesen Bahnen vorhanden sind. Es wurden Hindernisse gefunden, die eine kontrollierte Impulsübertragung in Kerrys Hände verhindern. Auf Nachfrage erklärte das UB, dass es diese Hindernisse nach und nach beseitigen kann, dafür aber Zeit brauche.

Nachdem ich Kerry bereits aus der Hypnose geholt hatte, teilte sie mir noch einen Wunsch mit. Für den Abend stand wieder eine ungeliebte Prozedur an. Wenn Kerry zu aufgewühlt ist, dann versagt oftmals ihre Selbsthypnose.  Ich verankerte einen weiteren Trigger und wieder durfte Kerrys Vater als Hilfshypnotiseur ran. Ich verankerte, dass, wenn Kerrys Vater seine Hand auf Ihre Stirn legt und das Wort „Schlaf“ sagt, dass Kerry dann sofort in eine tiefe Hypnose geht und sie während dieser schmerzfrei und entspannt ist, dass sie ungeliebte Prozeduren einfach weglächeln kann und ihr weitestgehend egal sind. Die Hypnose endet augenblicklich, sobald Kerrys Vater seine Hand von der Stirn entfernt. Ein anschließender Versuch gelang mehrfach problemlos.

Übliche Ausleitung und Kerry hatte, wie immer, Hunger.

Hypnotiseur am 14.2.14 17:36

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