Hilft Hypnose bei ALS? Probandin 2

Amyotrophe Lateralsklerose - Dokumentation einer Hypnosetherapie
 
 

19.07. bis 26.07. Urlaub an der Nordsee

Ja wir waren tatsächlich in Urlaub. Als wir den Urlaub geplant haben, haben wir gesagt, lass uns für 2-3 Tage verreisen und versuchen, wie das funktioniert. Da Kerry ans Meer wollte, haben wir uns nach behindertengerechten Ferienhäusern mit Pflegebett an der Nordsee umgeschaut. Was wir gefunden haben, konnte allerdings nur für mindestens eine Woche gebucht werden. Gut haben wir gesagt, dann buchen wir das, nach Hause fahren können wir immer, auch nach 2 Tagen. Und was sollen wir sagen, die 7 Tage waren Kerry dann noch zu wenig, sie wollte gar nicht mehr nach Hause. Vor dem Urlaub war Kerry aus verschiedenen Gründen fast 5 Wochen nicht mehr im Rolli. Deswegen waren unsere Erwartungen an den Urlaub, das wir vielleicht 2-3 Ausflüge machen würden. Hauptsache mal was anderes sehen, das waren unsere Erwartung. Dann ging es los. Nach 5-stündiger Autofahrt mit 2 Autos bei glühender Hitze waren wir endlich da. Kerry hat das super überstanden und ohne Probleme ausgehalten. Wir fanden ein Ferienhaus vor, was uns direkt gefiel. Super gepflegt, alles da und vor Allem ein Pflegebett für Kerry, Das war wirklich wichtig und erleichterte den 2 mitgenommen Pflegern auch die tägliche Arbeit. Das Wetter war die ganze Woche sehr gut, fast schon zu viel Sonne für Kerry. Wir waren jeden Tag unterwegs, keinen Tag unter 5 Stunden. Welch eine Leistung von Kerry, damit haben wir absolut nicht gerechnet. Sie überrascht uns halt immer wieder. Kerry hat das wirklich genossen, wir haben aber auch viel gesehen. Es ist so schön, Kerry so glücklich zu sehen. Und hier möchte ich ausdrücklich den Bogen spannen zu Dirk. Ohne seine Therapie hätten wir das nicht geschafft, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Danke, Danke, Danke lieber Dirk. Wir hoffen nächste Woche mit der Therapie fortfahren zu können. Nach den Turbulenzen vor dem Urlaub wollen wir versuchen wieder regelmäßiger zu werden. Wir freuen uns jedenfalls. Und die Planung für den nächsten Urlaub schreiten fort.... Diesen positiven Entwicklungen stehen leider auch negative gegenüber. Kerry hat seit 2-3 Monaten Probleme mit der Augensteuerung. Zuerst die Augenentzündung, dann vermuteten wir technische Probleme. Jetzt wird aber leider immer deutlicher, das die Krankheit vermutlich auch auf die Augen schlägt. Ihre letzte Möglichkeit mit uns und mit der Umwelt zu kommunizieren werden ihr dann genommen. Wir sind verzweifelt und auch Kerry belastet das. Was machen wir, wenn sie sich uns nicht mehr mitteilen kann? Wir behelfen uns jetzt mit neuer Software. Diese kostet über 1000 €, man kann dann die Eingabefelder vergrößern. Aber irgendwann sind auch damit die Möglichkeiten ausgereizt. Wir sind auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, haben aber bis auf das noch nicht serienreife Brain-Computer-Interface, welches die Hirnströme nutzt, nichts gefunden. Kann uns jemand helfen? Liebe Grüße auch von Kerry.

Kerry am 3.8.14 20:44

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